Tarvios's Blog

Haiku

Februar 23, 2011
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Der Himmel so blau.
Haut streift zart den Morgentau.
Stark der Lilien Duft.

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Haiku

A train with no hope.
Crying kaleidoscope.
Thy mind is gone far.


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Die Bahn in Japan – ein Traum

Durch die ständige negative Presse der deutschen Bahn in Deutschland, habe ich wieder an meinen Urlaub letztes Jahr in Japan denken müssen.
Dort bin ich sehr häufig Bahn gefahren und möchte meine Erlebnisse ein wenig schildern.

In Japan gibt es mehrere Bahnsysteme, wie diese tatsächlich aufgeteilt sind, und ob welche privat oder in staatlicher Hand sind, weiß ich nicht, ist für meine Erzählung aber auch nicht von Belang.

Im Nahverkehr fahren drei Bahnarten die gleiche Strecke ab.
Ein langsamer Zug der überall hält, ein mittelschneller der kleinere Bahnhöfe überspringt, und ein schneller Zug, der wenige Bahnhöfe anfährt. Meist ist es so, dass Fahrgäste mit einem der schnelleren fahren, ihre Station „überspringen“ und dann einen langsamen Zug zurück nehmen.
Aber auch die Fahrgäste sind eigentlich nicht von Belang bei dieser Erzählung. Außer man möchte näher darauf eingehen, dass es in Bahnen verboten ist zu telefonieren, und es sich auch daran gehalten wird.

Jetzt kommen wir doch einmal zu dem Teil, mit dem man die Bahn in Deutschland vergleichen kann – dem Service.

Ich betrete einen Bahnhof und muss an einem Automaten (es gibt für gewöhnlich mehrere davon an Bahnhöfen) mein Ticket ziehen. Dazu habe ich über dem Automaten eine Karte, die bildlich anzeigt, wohin man von diesem Bahnhof aus fahren kann. Das ganze auch noch dreifarbig, damit man direkt sieht, welche Bahn am Zielbahnhof hält. Der Preis dorthin ist immer der gleiche, egal welche Bahn, und steht auch direkt in diesem Bild bei entsprechendem Zielbahnhof dran.
Die Preise sind am Automaten ganz einfach unter den entsprechenden Knöpfen hinterlegt. (Bin mir grad nicht mehr sicher, ob man erst das Geld einwirft, oder erst den Knopf drückt, ist aber auch Wurst.)
Das Ticket lasse ich kurz an einem anderen Automaten als Eingang entwerten und gehe zu den Gleisen. An den Automaten zum entwerten sitzt auch immer Bahnhofspersonal in einer Kabine, dass einem gerne bei Problemchen und Problemen weiter hilft.
Am Bahnsteig selbst sind die Haltezonen der Bahnen eingezeichnet, so dass man sich an genau dieser Stelle auch zum Einsteigen anstellen kann. Ich habe es in den zwei Wochen, in denen ich dort war, genau beobachtet, jede Bahn hielt punktgenau richtig.

Während der Fahrt betreten für gewöhnlich zwei Mitarbeiter der Bahn jeden Waggon, nicht um zu kontrollieren ob man schwarz fährt (das wird erst beim Zielbahnhof kontrolliert, aber dazu mehr später), sondern um nachzuschauen, ob Gepäck liegen gelassen wurde.
Beim Eintritt in den Wagen verbeugen sich die Mitarbeiter, beim verlassen des Wagens verbeugen sie sich wieder.
Wenn der Zug den Bahnhof verlässt, verbeugt sich das Bahnhofspersonal auch in Richtung des abfahrenden Zuges. Damit zollt man den Zuggästen Respekt dafür, dass diese den Mitarbeitern den Arbeitsplatz sichern (ist allerdings nur ein Tipp von mir, könnte auch religiöse Gründe haben, lasse mich gerne genauer aufklären).
Beim verlassen des Bahnhofs muss man das Ticket wieder in einen Automaten stopfen, aus dem es dann auch nicht mehr herauskommt. Hat man das richtige bezahlt, passiert nichts, hat man zu wenig bezahlt, ertönt ein Ton und der Bahnhofsmitarbeiter, der in seiner Kabine sitzt) bittet einen höflich nachzuzahlen. Ist mir persönlich nur einmal passiert und es wollte mir niemand gleich einen 60 Euro Strafzettel für’s Schwarzfahren aufdrücken (kostet doch 60 oder? hab das so selten).

Bei den Fernzügen ist es eigentlich wie bei den Nahzügen, nur das man tollere Tickets bekommt und im Zug (bzw. logischerweise schon beim Kartenkauf) zwischen drei Optionen wählen kann. Kein Sitzplatzanspruch, eine Sitzplatzreservierung oder erste Klasse. Ersteres ist klar, es gibt Abteile wo man sich hinsetzt wo frei ist.
Letzteres ist auch klar, erste Klasse ist immer mit mehr Luxus verbunden. Toll fand ich die zweite Variante, die Sitzplatzreservierung. Man hat nicht, wie bei uns, einen festen nummerierten Platz, wo man aber 100%ig neben jemandem sitzt, der mehr Platz braucht, ständig schnarcht oder was weiß ich was, oder schlimmer noch, einfach jemand sitzt, den man erst einmal verjagen muss.
Nein, dort hat man einen reservierten Waggon, in den man sich einfach irgendwo hin setzt, wo man möchte. Ein Traum, ehrlich.
Unnütz zu erwähnen, dass Service-Personal immer freundlich war.

Ich habe in den zwei Wochen einen Zug erlebt, der unpünktlich war… für anderthalb Minuten.

Mir würde es gefallen, wenn deutsche Zugbegleiter mehr Respekt den Leuten entgegen bringen würde, die ihren Arbeitsplatz sichern.
Ich fände es toll, wenn deutsches Bahnhofspersonal nicht ausschauen würde, als müsstest Du Dich bei ihnen entschuldigen, wenn Du mit einem Problem zu ihnen kommst.
Es wäre toll, wenn die Bahn in Deutschland ihre Unpünktlichkeit endlich einmal in Griff bekommen würde.

Vielleicht sollte sich die Deutsche Bahn in Japan schulen lassen!


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Haiku

Dezember 5, 2010
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Zum Gedenken der Toten heut.
Dereinst an Geschenken die Kinder sich erfreut.
Nur noch Erinnerungen bleiben zurück.

(In Gedenken an meinen Großvater, der heute Geburtstag hätte, und wir diesen Tag immer nutzten um auch gleich Nikolaus zu feiern. Seit 2003 sind beide Feste nur noch Erinnerungen.)


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Haiku

November 26, 2010
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What is wrong or right?
Necrotic flesh for the sacrified unbounded life.
The inner self to fight.


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Haiku

November 3, 2010
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Im Augenblick erwacht zum Leben.
Noch nie zuvor so herrlich Freud gespürt.
Hab mich dem Augenblick ergeben.


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Haiku

September 24, 2010
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So düster die Nacht erscheint.
Gibt einen der dann zu Dir hält.
Denn beider Seelen tief vereint.


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Haiku

September 7, 2010
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Farewell my sweet old life.
Hellish thoughts in burning mind are obsolete.
The path is clear again.


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Japanreise Tag 9 bis 14

Update zu Tag 8:
Wir haben uns in der Nacht noch über deutsche Politik und Historie unterhalten. Mein Gastgeber interessiert sich sehr für Deutschland und versucht auch die Sprache zu erlernen, habe ihm auch gleich ein paar schmutzige Wörter beigebracht. Es gibt einfach Dinge, die man in einer anderen Sprache wissen muss 😉
Bin froh, dass er nachts ein wenig aufgetaut ist und ich mich mit ihm unterhalten konnte.

Tag 9:
Auf zum nächsten Gastgeber.
Leider musste ich bis 18 Uhr warten, oder sagen wir eher, die Zeit vertrödeln.
Hatte mir in Osaka ein Schließfach gesichert und konnte ohne das schwere Gepäck die Einkaufsmeilen und Kaufhäuser unsicher machen, und mir in aller Ruhe ein gutes Restaurant aussuchen.
Trotzdem verging die Zeit einfach nur schleppend und ich hatte mittags schon keine Lust mehr, mir noch mehr Läden anzuschauen.
Endlich gegen 17 Uhr der erlösende Anruf mit der Beschreibung wo ich hinfahren soll, damit wir uns gegen 18 Uhr auch treffen können.
Und so traf ich dann Yuuki Hamasaki, einen lustigen Typen Anfang 20, der mich gleich in sein Lieblingscafé schleppte. Dort angekommen erzählte er dem Kellner (der war sowas von Rosa ^^) das ich aus Amerika bin, nach meiner kleinen Berichtigung wo ich tatsächlich herkomme, erklärte mir Yuuki, dass mein Englisch einfach so gut sei und er annahm ich käm aus den Staaten. Lächelnd nahm ich das Kompliment zur Kenntnis, war es doch schon das zweite dieser Art innerhalb weniger Tage. Der Chinese bei dem ich wohnte, dachte ich würde in einem englischsprachigen Land studieren. (und alle so Yeah).
Yuuki’s Wohnung war interessant. Mein Büro auf der Arbeit ist definitiv größer, wenn auch nicht so vollgestopft mit Sachen. Aber er hatte alles was man brauchte, inkl. Reiskocher und akkubetriebenen Staubsauger. Ich wunderte mich erst, dass im Raum selbst kein Bett stand, aber er nutzt zum schlafen einfach seine Couch, die er mit einem kleinen Hocker verlängern muss um drauf zu passen. Ich hingegen schlief wieder einmal auf dem Boden. Macht ja nichts, hatte es mir ja so ausgesucht :o)

Am ersten Abend hatte Yuuki eine Geschäftsbesprechung, während ich zu Hause blieb, ein wenig zockte und mir ein paar Filme auf dem Laptop anschaute.

Tag 10:
Samstag hatte Yuuki wieder geschäftliches zu erledigen, während ich mir noch ein paar Sachen in Osaka anschaute. Der Tag verlief recht ereignislos.
Am Abend spazierte ich mit meinem Gastgeber zum Schloss Osaka, um einige richtig gute Aufnahmen im dunklen zu machen. Der Rückweg war dann noch einmal spannend, denn mein Gastgeber wollte ein wenig mit seiner neuen Freundin telefonieren und nahm einen anderen Weg. Glücklicherweise habe ich einen guten Orientierungssinn, und auch wenn ich nicht genau den richtigen Weg zurück nahm, kam ich doch sicher und wohlbehalten an der Wohnung an.
Unterwegs machte ich noch die Bekanntschaft einiger Damen, die mir genau ein Wort zuflüsterten. Leider verstand ich nicht was sie meinten und ließ sie stehen, da sie mir auch nicht mehr erklären konnten/wollten whatever (Auflösung kommt noch). In der Nähe der Wohnung kam ich an einem kleinen Haus vorbei, vor dessen Türe eine ältere Dame stand, die auch dieses eine Wort sagte, und die ich dann fragte was sie genau meint. Sie zeigte auf ein Schild, auf dem Preise standen, und erklärte, dass man Massagen bekommen würde.
Jetzt peilte ich auch was die anderen Mädels sagten. Es war immer „dreitausend Yen“, was mir sagen sollte, dass sie eben nur 3000 Yen kosten würden. Ok, die Nutten in Deutschland haben aber auch andere Klamotten an, als die Damen die ich sah (gewöhnliche Straßenklamotten), da bin ich wirklich nicht gleich auf das horizontale Gewerbe gekommen.
Ich lehnte dankend ab und ging nach Hause um die nächste Nacht in Yuuki’s kleiner Wohnung zu verbringen.

Tag 11:
Hatte ich schon erwähnt, dass ich beschlossen hatte mit dem Nachtbus nach Tokyo weiter zu fahren? Falls nein, sei kurz erwähnt, dass ich das fahren mit dem Shinkansen, den japanischen Schnellzügen, einfach zu teuer fand und mir eine günstigere Alternative suchte.
Bereits erwähnter Nachtbus in der Relax Variante versprach mich komfortabel von Osaka nach Tokyo für nur 5500 Yen zu bringen.
Nach äußerst langweiligen 9 Stunden, die ich am Bahnhof und dessen Umgebung verbrachte, sah ich endlich meinen Bus ankommen. Und just in diesem Augenblick fing meine Blase an sich zu beschweren. Auf Nachfragen erklärte mir das freundlich höfliche Personal, dass im Bus selbst keine Toilette ist und der nächste Stopp 3 Stunden entfernt liegt. Autsch… aber zum Glück war es dunkel und die Gegend nicht sehr belebt… den Rest erspar ich euch 😉

Die Nacht war hart, und damit meine ich nicht den Sitz, der war OK, aber ich konnte einfach nicht richtig schlafen. Obwohl ich tatsächlich um die 6 Stunden geschlafen haben muss laut Uhr.

Tag 12:
Morgens um sieben Uhr kam ich in Tokyo am Hauptbahnhof an.
Der Bahnhof ist einfach riesig und ich musste dreimal nachfragen, ehe ich an das richtige Gleis kam, dass mich zum Treffpunkt mit meinen neuen Gastgebern führen sollte.
Frau Yoshida holte mich dann auch ab und setzte mich zu Hause erst einmal ins Bad, bzw. zeigte mir wo ich was finden konnte.
Während ich mich frisch machte kam auch Herr Yoshida nach Hause, den ich frisch geduscht begrüßen durfte.
Zu den beiden sei gesagt, dass sie kein Couchsurfing betreiben, sondern gute Bekannte meiner Japanisch Lehrerin sind und Frau Yoshida ganz gut deutsch kann… und sie sind einfach nur toll. Sehr lebenslustig und begeistert von Deutschland. Ich hatte um neun zum Frühstück schon das erste Bier vor mir stehen.
Ist ja auch aller Deutscher Lieblingsgetränk, nicht wahr? 😉
Nun ja, meines nicht, aber als guter Gast hab ich es natürlich getrunken. Nur beim zweiten hab ich dann mit Nachdruck abgelehnt. Ich erklärte, dass ich Whisky Trinker bin, und was soll ich sagen, sie haben auch schottischen Whisky in ihrer Hausbar stehen. Allerdings war der für das Abendessen, was ich zu dem Zeitpunkt sehr angenehm fand.
Nach dem Frühstück zeigten sie mir ein großes Stück von Tokyo von der Bahn aus und wir endeten unsere Tour in einem bekannten Touristenviertel. Von dort aus liefen wir in eine Sushi Bar, die mir ein wenig abgelegen und leer vorkam, allerdings füllte sie sich während unseres Besuches und ich muss sagen, die Abgelegenheit machte aus ihr etwas Besonderes.
Ich würde sogar sagen, dass es ein Feinschmecker Lokal war, dass gar nicht für die breite Masse bestimmt ist. Ich habe dort teilweise ganz andere Fischsorten gesehen als in den anderen Sushi Restaurants in denen ich war. Und preislich gesehen, sind sie definitiv am oberen Ende der Skala anzusiedeln. Allerdings durfte ich auch nicht zahlen, da ich eingeladen wurde. Ich habe natürlich versucht mich zu wehren, aber das war vergebens, und mehr als zweimal Nein sagen ist Unhöflich!
Gegen Nachmittag kam noch die Schwiegertochter und die beiden Enkel zu Besuch. Lustige Bande, die es toll fand einen Gaijin kennen zu lernen und zu ärgern. Mir war es Recht, ich mag ja Kinder.
Der Abend war dann doch recht kurz, war ich doch noch zu fertig von der Busfahrt die Nacht vorher. Ich ging nach einem kleinen Abendessen recht zügig ins Bett und schlief tief und fest bis zum nächsten Morgen.

Tag 13:
Am Morgen waren wir in der Umgebung unterwegs zu einem kleinen Museum und in einem Park.
Alles sehr relaxed und ich war sehr zufrieden damit.
Kurz vor Mittag traf ich mich mit Tomohiro Matsunaga, den Silbermedaillen Gewinner von Peking 2008 im Ringen. Ich lernte ihn hier in Aschaffenburg kennen, da er hier in der Gegend für eine deutsche Mannschaft auf die Matte ging. Zudem ist er auch ein Bekannter meiner Japanisch Lehrerin.
Wir gingen in Akihabara was essen und schauten uns ein paar Elektronikläden an (Akihabara ist der Anlaufpunkt für Technik und Elektronik in Tokyo), danach brachte er mich noch schnell zu meinem nächsten Treffpunkt mit einer Bekannten aus Twitter. Es war ein angenehmer Mittag mit tollen Gesprächen, den ich gerne mit Tomohiro verbracht habe. Ich mag ihn einfach.
Danach traf ich mich mit erwähnter Twitter Bekanntschaft und sie überraschte mich mit Geschenken (ich war von den vielen Geschenken ehrlich gesagt überfordert, weil ich einfach nicht wusste wie ich das wieder gut machen sollte) und dem Satz, dass man Geschenke gerne annehmen soll, da sie von Herzen kommen würden. Gut, dem Satz konnte ich natürlich nichts entgegen setzen.
Wir schlenderten ein wenig durch die Gegend und schauten uns das Katana Museum an.
Leider war wenig Zeit, denn ich musste als bald zurück, sonst hätte ich mir noch ein Katana Geschäft angeschaut (vielleicht auch ganz gut so, denn wer weiß ob ich nicht in Versuchung gekommen wäre, mir wenigstens ein Tanto zu kaufen).
Am Abend bekam ich dann meinen Whisky, und zu meiner Überraschung war es ein Japanischer Tropfen der auch noch ziemlich gut geschmeckt hat. Musste mich direkt in den nächsten Supermarkt führen lassen um mir zwei weitere Flaschen zu kaufen, die ich in Deutschland genießen wollte.
Wir unterhielten uns noch bis in die späten Abendstunden. Die Familie Yoshida ist sehr an Deutschland interessiert und war schon häufig hier. Zum Tiroler Hut von Herr Yoshida konnte ich wenigstens noch meine Anstecknadel mit der japanischen und deutschen Flagge hinzugeben. Und nachdem die CD mit den Hits eines bekannten Mainzer Schunkelliedbarden fertig war, hieß es auch für mich ins Bett zu gehen.

Tag 14:
Abreisetag!

Wir besuchten morgens noch einmal ein Touristenviertel, wo ich meine letzten Geschenke einkaufen konnte.
Danach hieß es langsam Abschied nehmen und am frühen Nachmittag fuhr ich mit dem Zug zum Flughafen Narita.
Jetzt hieß es wieder warten, einchecken, Sicherheitskontrolle, warten, boarding, warten, fliegen…
Der Flug ging um 19 Uhr nach Peking, gegen 22 Uhr Ortszeit waren wir dort und dann hieß es knapp 4 Stunden Wartezeit. Denn unser Flieger hatte auch noch eine Stunde Verspätung die wir auf dem Weg nach Deutschland nicht aufholen konnten.
Relativ glücklich und zufrieden kam ich in Deutschland nach einer vom Kinderlärm erfüllten Nacht an und war froh von einem Freund abgeholt zu werden (Danke Alex, hast was gut bei mir).

Und so endete mein Urlaub in Japan mit einer ganzen Menge neuer Eindrücke, Geschichten, Bildern und Freunden. Ich fand es einfach toll und habe beschlossen nächstes Jahr wieder hinzufliegen :o)

Mein Fazit:
Nächstes Jahr flieg ich im Oktober, dann ist es nicht so heiß.
Ich plane meine Reise noch besser um keinen Leerlauf zu haben.
Japaner besitzen drei Dinge mit Sicherheit: ein Fahrrad, ein Handy, einen Fächer für frische Luft.
Japaner sind verdammt gute Fahrradfahrer.
Alleine fliegen war OK, eine Reisebegleitung wäre toller gewesen.
Couchsurfing ist klasse und ich werde es wieder machen.
Ich drücke nie wieder irgendwelche Knöpfe an Toilettensitzen, von denen ich keine Ahnung habe, was sie genau machen.

Sayounara desu.


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Haiku

Der Morgen gülden heller Schein. Der Götter Geist entsprungen und brilliant erdacht. Gleicht einem lebhaft süßen Wein.


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