Tarvios's Blog

Haiku

Der Morgen gülden heller Schein. Der Götter Geist entsprungen und brilliant erdacht. Gleicht einem lebhaft süßen Wein.


Veröffentlicht in Haiku, Japan

Japanreise Tag 5 bis 8

Tag 5

Giaccomo und ich entschieden uns zu den heißen Quellen von Beppu zu fahren. Die fast dreistündige Fahrt mit einem Shinkansen (das sind die japanischen Fernzüge) brachte uns an der Nord und dann der Ostküste bis nach Beppu, das an der einen Seite zum Meer hin offen ist und auf der anderen Seite von Bergen umrahmt wird. Eine schöne Stadt mit einer interessanten Geschichte. Wer mehr wissen will soll gefälligst googlen, ich hab keine Lust hier Lehrmeister zu spielen 😉
Wir besorgten uns einen Stadtplan und liefen erst einmal zu einem der größeren Parkanlagen, durchquerten diesen aber nur am Rande und suchten dann die heißen Quellen. Allerdings verlangten die allesamt Eintritt, also beschränkten wir uns auf einen Besuch in einem der bekannteren Onsen Bäder. Das sind heiße Bäder in verschiedenen Varianten und für Männer und Frauen getrennt. Man kann dort außerdem ein Sandbad nehmen, aber da hätten wir extra einen Badekimono mieten müssen, und darauf hatten wir keinen Bock. Es gibt bestimmte Regeln in so einem Bad, an die man sich schon halten sollte, man ist schließlich zu Gast. Dazu gehören das gründliche Waschen vor der Benutzung, ohne Handtuch ins Wasser zu steigen (also nackt) und vor allem gefälligst leise zu sein und die anderen relaxen zu lassen.
Bis auf einen anderen Gast waren Giaccomo und ich die einzigen anfangs. Wir genossen das heiße Wasser im Steinbad, liefen dann über einen Kieselweg im Wasser (gut für die Durchblutung) und gingen dann zu den Wasserfällen. Oh war das toll… warmes stark prasselndes Wasser auf dem Rücken zu spüren, das war wie eine wohltuende Massage.
Während wir unter dem Wasserfällen standen, sah ich zwei neue Gaijin (Ausländer) reinkommen. Der eine hatte ein Handtuch im die Hüften geschwungen, als würde sich irgendjemand hier drinnen für sein kleinen Hannes interessieren… naja, es interessierte mich eh nicht wirklich, ich hatte mein Wohlbefinden unter einem Wasserfall.
Als wir wieder hochgingen und uns die letzten drei Becken (eins draußen, zwei andere noch drinnen) zu Gemüte führten, gingen mir die beiden Neuankömmlinge schon gehörig auf den Sack. Ihr doofes Gelaber hat weder mich noch jemand anderen interessiert. Generell ist es ja nicht verboten, aber man soll Maß halten und leise sprechen. Hätte nicht lange gedauert und ich hätt mir beide mal vorgeknöpft… ich hasse es gestört zu werden wenn ich relaxe.

Alles schöne hat ja mal ein Ende, so auch unser Bad. Wir stellten beim rausgehen fest, dass es schon nach 18 Uhr war und wir gerade den Bus zum Bahnhof um 3 Minuten verpasst hatten. Aber wir hatten noch 41 Minuten Zeit um unsere Bahn zu erwischen, ansonsten müssten wir mit einer langsameren Vorlieb nehmen, die dafür erst eine halbe Stunde später kommen würde.
Wir eilten uns, aber es hatte alles keinen Sinn, wir verpassten die erste Bahn um ein paar Minuten, machten dafür bei einem Supermarkt halt und kauften uns was zu essen.
Auf der Rückfahrt haben wir beide hauptsächlich gelesen und uns immer wieder mal unterhalten.
Zu Hause angekommen war es schon spät. Giaccomo ging gleich schlafen, ich unterhielt mich noch mit Jun und Sayaka.

Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn meine Gastgeber waren klasse und unvorstellbar freundlich zu mir gewesen, aber das Abenteuer Japan musste ja weitergehen und sollte auch gar nicht in Fukuoka enden :o)

Tag 6

Aufbruch nach Osaka.
Ich hatte mir ja im Vorfeld schon ausgerechnet was es von Fukuoka nach Osaka und dann weiter nach Tokyo kostet und mich gegen einen Japan Rail Pass entschieden, da dieser nur für die Schnellzüge, den Shinkansen, aber nicht für die Regionalzüge gilt. Allerdings kostete mich das Ticket hierher nach Osaka fast das doppelte, da die Spezialisten hier einen Preis für die Fahrt und einen extra Preis für den Sitz haben, ja richtig gehört, für den Sitz. Das ist echt lächerlich und ich hab lange diskutiert. Aber es half nichts, ich musste den Preis zahlen, und mir fiel auf die Schnelle auch keine andere Lösung ein.
Zu guter Letzt saß ich auch noch im falschen Abteil.
Ich war mir sicher, dass ich ein Ticket für einen reservierten Platz hatte. Der Schaffner meinte Nein… und das verdammte Ticket gab ihm auch noch Recht.
In den Shinkansen ist es so, dass es verschiedene Abteile für nicht reservierte und für reservierte Tickets gibt, dabei kommt es auf keine Platznummer, sondern nur auf die Reservierung an. Also musste ich das bequeme und ziemlich freie Abteil verlassen und in die hinteren Abteile wechseln, die natürlich alle sehr voll waren. Aber zum Glück fand ich noch einen freien Doppelsitz und alles war irgendwie wieder gut.

In Osaka angekommen machte ich mich gleich auf den Weg zu meinem Hostel, dass ich für die Nacht buchen musste. Es regnete in Strömen und ich fand das Hostel nicht gleich… wieder einmal musste mich jemand retten. Besagte Person fragte mich einfach ob ich etwas suche und führte mich zu dem Hostel. Toll wie Japaner manchmal auf Touristen reagieren :o)
Das Hostel war dreistöckig und heißt u-en, keine Ahnung ob das eine Bedeutung hat, wahrscheinlich schon.
Da es eh den ganzen Tag schwer regnete, besorgte ich mir nur etwas zu essen und setzte mich an den Laptop, das WiFi ausnutzend.
Ich schlief in der Nacht in einem 10 Personen Raum mit gemischtem Publikum in einer Ecke auf Tatami bzw. einer japanischen Matratze, die ziemlich weich ist und eigentlich eher eine dickere Zudecke als wirklich bequem für einen europäischen Dickarsch wie mich 😉

Tag 7

Nach einer eher mäßigen Nacht duschte ich erst einmal ausgiebig, packte meine Sachen und ließ alles was ich nicht brauchen würde an der Rezeption zurück. Ich wollte mir das Schloss in Osaka anschauen, das nur ungefähr 15 Fußminuten entfernt liegt. Ich habe den ganzen Vormittag im Schloss und außen herum verbracht. Die Außenanlage hat mich schon knapp 2 Stunden gekostet, die Innenanlage nochmal so viel. Ich hab ordentlich viele Fotos gemacht, die auf meiner Flickr Seite begutachtet werden können.
Was ich sehr lustig fand, war die Aufmerksamkeit einer Schulklasse an meiner Person.
Ein kleines Mädchen, ich schätze mal neun Jahre alt, musste mich auf Englisch interviewen.
Es fragte wo ich herkomme, welchen Sport ich mag und noch ein paar Kleinigkeiten. Danach sollte ich noch meinen Namen in ein dafür vorgesehenes Buch schreiben und wurde mit der Kleinen fotografiert. Alles in allem echt süß und lustig. Hab die Klasse natürlich auch fotografiert 😉

Als ich kurz nach Mittag fertig war, wusste ich erst einmal nicht wohin. Wollte mit dem Gepäck nicht die Stadt anschauen, es war aber auch noch viel zu früh für meinen neuen Gastgeber. Also schlenderte ich dann doch mit dem Gepäck durch die Nebenstraßen von Umeda (ein Stadtgebiet) und durch den Bahnhof, der hunderte von Shops in sich birgt. Mir wurde zwar nicht langweilig, aber meine rechte Schulter schmerzte immer mehr. Also entschied ich mich schon ein wenig früher zu meiner nächsten Couch zu fahren. Allerdings ist es nicht immer einfach in Japan, so passierte was passieren musste. Ich stieg am falschen Bahnhof aus und musste erst wieder ein Stück zurück fahren.
Kam dann zeitgleich mit dem neuen Gastgeber bei seinem Haus an.
Über ihn möchte ich eigentlich nicht sehr viele Worte verlieren, außer das ich mir einen guten Gastgeber anders vorstelle und froh bin, Freitag morgen hier wieder weg zu sein. Man kann halt leider nicht immer großes Glück mit Gastgebern haben.

Tag 8

Heute war Kyoto dran.
Eigentlich hatte ich für die ganzen Tempelanlagen in Kyoto zwei Tage eingerechnet. Heute Abend aber beschlossen, dass es bei einem Tag bleiben wird. Ich hab langsam genügend Tempel und Schreine gesehen und fotografiert. Irgendwann muss mal gut sein.
Habe mir ein Weltkulturerbe und die Kaiserliche Palastanlage angeschaut. Letztere ist echt riesig von den Ausdehnungen her. Das ist ein ganzes Stadtgebiet. Nur Parks, Baseballfelder, Tennisplätze und gewaltige Anlagen mit Häusern im alten japanischen Stil. Ich war allerdings nicht drinnen, wollte mir das Geld sparen und ging deswegen weiter zu besagtem Weltkulturerbe.
Wie schon erwähnt eben wieder ein Tempel.
Ich ging dann zurück in die Innenstadt am unterirdischen Bahnhof. Dort gibt es dutzende von Nebengassen mit tausenden von kleinen Läden. Ich weiß nicht wie lange ich dort durch gestolpert bin, aber es gab echt eine ganze Menge zu sehen. Nur fotografiert habe ich dort nichts mehr, konnte mich einfach nicht mehr aufraffen. Dazu sei noch gesagt, dass heute ein verdammt warmer und schwüler Tag in Kyoto war. Hab echt literweise mein Wasser wieder raus geschwitzt.
Was ich noch besonders toll fand, war mein Nickerchen im kaiserlichen Palastpark auf einer Bank. Ich habe es einfach den anderen nachgemacht und mich hingelegt. Keine Ahnung wie lange ich geschlafen habe, vielleicht gerade mal zehn Minuten.
Aber es war echt erfrischend.
Zu Hause wieder angekommen fand ich meinen Gastgeber schlafend bis etwa halb neun, danach ist er wortlos aufgestanden und hat für uns gekocht. Reis mir Tomaten und Ei. Ich hasse Tomaten!
Hab das meiste stehen gelassen bzw. weg geschüttet.
Jetzt ist er weg, keine Ahnung wohin, keine Ahnung wann er wieder kommt. Naja, ich habe eine Nacht lang ein Bett unterm Arsch und Internet um gleich meinen Blog hochzuladen.
Man soll halt immer das beste aus seiner Situation machen 😉


Veröffentlicht in Japan, Reiseberichte

Japanreise Tag 1 bis 4

Juni 13, 2010
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Tag 1 und 2

Am Donnerstag, 10.06.10, flog ich von Frankfurt am Main in Richtung Japan. Ich werde euch jetzt nicht mit Details in Frankfurt am Main langweilen und geh lieber zu den interessanten Dingen über… dem ersten Flug und China.
9 Stunden dauerte dieser Flug, inkl. zweimal Essen, einer ganzen Menge Filme und einem durchschlafenden Nebenmann, und endete vorerst in Peking, wo ich meinen Anschlussflieger nach Fukuoka zu bekommen hatte. Zuerst einmal war ich verwirrt, weil ich nicht wusste, wo ich hin gehen sollte, gingen doch so gut wie alle zu den Zeit des Wartens, schickte mich die nette Flughafenpolizistin zu einem anderen Schalter, bzw. ging mit mir sogar dorthin. Ich musste also doch offensichtlich nach China einreisen um wieder ausreisen zu dürfen, tolle Wurst, dachte ich mir, aber gut, was sein muss, muss eben sein. Das Mädel brachte mich dankenswerterweise in der Reihe ganz nach vorne zu einer ihrer Kolleginnen. Ein paar Entschuldigungen auf Englisch stammelnd, war ich mit dieser Vorzugsbehandlung schon ganz zufrieden.
Nach der Passkontrolle wusste ich aber wirklich nicht wo ich hingehen sollte und beschloss mich durchzufragen. Und hiermit sei festgestellt und festgehalten, dass viele der Flughafenbediensteten (und damit mein ich die gefühlten 10.000 Polizisten) entweder keine Ahnung haben, nicht englisch können oder keinen Bock haben mit Leuten wie mir zu reden… Touristen!
Es hat zwar lange gedauert, aber schlussendlich kam ich zu meinem neuen Gate und hatte noch über eine Stunde Zeit um auf meinen Anschlussflieger zu warten. Ich ging also erst einmal was essen.
Die nächste Maschine war um einiges kleiner als die erste, aber tatsächlich von der Beinfreiheit her um einiges geräumiger. Nach einem kleinen Disput (mein gebuchter Platz war besetzt, hatte aber schlussendlich gewonnen) machten wir uns auf nach Fukuoka… dachte ich zumindest, aber davon später mehr.
Dieser Flug ist generell als unruhig zu beschreiben, dafür gab es wieder Essen (so langsam bedauerte ich es am Flughafen nochmal gegessen zu haben) und gefühlten fünf Minuten (ich glaub mehr waren es wirklich nicht) Schlaf. Wir landeten nach lediglich zwei Stunden Flug bei richtig beschissenem Wind und heftigem Regen, aber ich freute mich schon, dass wir wohl früher angekommen wären als gedacht. Also ging ich frohen Mutes aus dem Flieger raus und folgte dem Schild auf dem Fukuoka stand. Ein wenig irritiert war ich dann schon, als ich mich plötzlich wieder chinesischen Sicherheitsbeamten gegenüber stand, die meinen Pass kontrollierten und mich dann einfach weiter gehen ließen. Kein Schwein kam mal auf den Gedanken, mir und den anderen Reisenden mitzuteilen, dass wir nochmal in China zwischenlanden mussten und unser Flug erst in einer Stunde weiter gehen würde. Also wieder ne Stunde gammeln und müde in der Gegend herum sitzen.
Das andere Reisende nichts von diesem Zwischenstopp wussten, wurde mir von einer Amerikanerin bestätigt, sie war auch einfach nur verwirrt über das ganze.
Also wieder hoch in die Luft und weitere anderthalb Stunden fliegen.
Dieses Mal landeten wir wirklich in Fukuoka und ich war froh aus dem Scheiß Flieger heraus zu sein. Beim landen machte das Flugzeug nach dem Aufsetzen noch einmal einen Hüpfer in die Luft… war nicht wirklich komisch für meinen Magen, der kurz vorher schon wieder was zu essen bekommen hatte… man nimmt ja mit was man kriegt, hab ja schließlich auch dafür bezahlt.
Sodele, raus aus dem Flieger und rein ins Terminal.
Eine nette Angestellte des hiesigen Flughafens half mir auch beim ausfüllen meiner Alien Registration Card. Das ist ein Zettel, auf dem steht wer man ist und wo man wohnt. Ich schrieb, dass ich einen Rundtrip vorhabe und bei verschiedenen Leuten bin. Damit fing allerdings der Ärger an. Sehr höflich bat man mich um eine Adresse in Fukuoka, die ich allerdings nicht zur Hand hatte, da ich mich mit der Couchsurfing Familie am Bahnhof treffen wollte und ich sie telefonisch nicht erreichen konnte.
Also musste ich erst einmal herum sitzen und warten. Ein anderer Bekannter konnte mich dann aus den Fängen der Flughafensicherheit retten… wobei es nicht wirklich schlimm war dort zu sitzen. Die Leute hatten viel zu lachen, weil ein doofer Gaijin wieder mal vergessen hatte sich richtig vorzubereiten, und ich hatte viele Gesprächspartner, weil sie alle paar Minuten zu mir kamen und sich mit mir unterhielten. Auf diese Weise habe ich sechs Angehörige der Flughafensicherheit kennen lernen dürfen.

Wie schon erwähnt wurde ich dann doch noch erlöst, man hatte sich sogar um mein Gepäck gekümmert, aufbewahrt und mir gebracht. Das war echt alles in allem ein toller Service, und schließlich machen sie ja doch nur ihren Job.
Mittlerweile war ich 24 Stunden wach, lediglich unterbrochen von meinen wenigen Schlafeinheiten im Flieger.
Ich traf mich mit meinem Bekannten und er zeigte mir erst einmal sein Geschäft, indem ich gleich ein paar nützliche Dinge kaufte, und verließ ihn dann wieder um meine Gastgeber Familie zu treffen.
Nachdem ich mich kurz verlaufen hatte und eine nette Frau mir den Weg zeigen musste, indem sie mit mir zum Bahnhof ging, stieg ich in die Bahn und machte mich auf den Weg zur Ijiri Station, mein Treffpunkt mit Sayaka Ishikawa. Sie und ihr Mann Jun wohnen in einer netten geräumigen Wohnung ein paar Blocks entfernt.
Ich bewohne hier ein nettes kleines Tatami Zimmer in der ich meinen ganzen Kram erst einmal fallen ließ und dann duschen ging.
Wir entschieden uns am Abend mit meinem Bekannten und seiner netten Assistentin (sie hatte mir im Vorfeld Reisetipps zugeschickt) etwas Essen und Trinken zu gehen. Jun wollte auch später noch zu uns stoßen.
Gesagt, getan.
Und ich verbrachte den Abend in einer sehr angenehmen Runde in einem tollen und traditionellen Essenshaus inmitten von Fukuoka.
Bis ich an diesem Abend ins Bett kam, war ich ziemlich genau 30 Std. wach.
Dementsprechend gerädert bin ich am Samstag morgen aufgewacht und konnte mich bis halb elf Ortszeit nicht aus dem Bett bequemen.

Tag 3

Ich beschloss nach Dazeifu zu fahren und mir dort die großen Tempelanlagen anzuschauen.
Bin dann den halben Nachmittag durch die Sehenswürdigkeiten geschlendert und ließ einfach meine Seele baumeln. Es war eine echte Wohltat.
Kurz bevor ich nach Yanagawa weiter fuhr, gönnte ich mir noch ein leckeres Essen indem ich der Besitzerin einfach nur das Bild im Schaufenster zeigen musste. Das ist übrigens normal in Japan, das im Schaufenster Essensattrappen herum stehen, auf die man einfach nur zeigen muss.
Ich hatte in dem Laden übrigens keine Möglichkeit mir etwas zu trinken zu bestellen, aber ich bekam gut gekühlten Tee und die nette Kellnerin schaute echt ständig ob das Glas auch nur ansatzweise leer war.

Ich entschloss mich noch, nach Yanagawa weiter zu fahren und dort einer der berühmten Bootstouren mitzufahren. Ich verstand zwar nichts von dem, was der Bootsführer erzählte (war logischerweise alles auf Japanisch), aber ich hatte trotzdem jede Menge Spaß. Dreimal sang er sogar berühmte historische Lieder für uns, das war ansich schon lustig genug, auch wenn man es nicht verstand.
Nach einer kleinen Sightseeing Tour zurück zum Bahnhof und meiner anschließenden Fahrt zurück zum Haus meiner Gastgeber, überraschte mich Sayaka noch mit dem Angebot zu einem Freund zu gehen und was zu trinken. Jun war zu müde um mitzugehen, also gingen nur wir beide, bewaffnet mit dem guten deutschen Bier, dass ich als Gastgeschenk mitgebracht hatte.
So besuchten wir einen US Amerikaner, der vor fünf Jahren hier her zog und ein absolut geselliger Typ ist. Er begrüßte uns mit leckerem Sashimi und selbstgemachter scharfer Paste für Cracker… tolles Zeug.
Er hatte noch Besuch von einem Nachbarn, der hauptberuflich Snowboard fährt und deutsches Bier mag.
Wir haben das ganze Bier getrunken und sind dann nochmal in die Shopping Mall um Nachschub an Wein zu holen.
Um vier Uhr morgens war auch der Wein leer, wir dafür voll, und torkelten nach Hause.

Tag 4

Am Sonntag schlief ich bis halb zwölf und frühstückte dann gemütlich mit meinen Gastgebern.
Anschließend fuhren wir mit dem Rad zu einem speziellen Geschäft für Essstäbchen. Ich wusste nicht, dass es eine Wissenschaft für sich ist, die richtigen Stäbchen zu finden. Meine Hände und sogar meine Füße wurden ausgemessen. Dann legte mir der Verkäufer ein paar Stäbchen zur Auswahl vor. Ich konnte mit einem Teller voller kleiner Bohnen üben und war überrascht, dass es mir tatsächlich mit manchen aufgrund ihrer Länge viel leichter fiel und mit anderen überhaupt nicht gelingen wollte.
Ich kaufte auch gleich das Zubehör mit und verlass den Laden als sehr zufriedener Kunde.
Wir fuhren dann weiter in die Stadt und gingen in einer tollen kleinen Sushi Bar lecker essen. Ich glaube, ich habe noch nie soviel Geld für Sushi ausgegeben, aber das war es echt wert.
Danach durchstöberten wir noch einige Warenhäuser nach lustigen Sachen und ich war verblüfft, wieviel deutsches Zeug die hier verkaufen. Da waren einige Marken, von denen ich sicher war, dass sie nur in Deutschland verkauft werden oder überhaupt Anklang finden würden.
Gegen Abend fuhren wir zum Supermarkt einkaufen und ich konnte ein fast traditionelles deutsches Gericht: Hacksteak mit Soße und selbstgemachtem Kartoffelbrei, davor noch eine gute Rinderbrühe mit Glasnudeln und Karotten.
An diesem Abend kam auch der zweite Couchsurfing Gast an, ein junger Mann aus Italien mit dem klangvollen Namen Giaccomo.
Wir hatten ja vorher schon beschlossen ein wenig zusammen zu reisen, aber was genaues hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgemacht, wahrscheinlich aber ist am Montag Beppu und seine heißen Quellen dran.
Anschließend ließ ich den Abend einfach nur noch ausklingen.


Veröffentlicht in Japan, Reiseberichte

Schnee

Never eat yellow snow!


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Atheisten

Bei Turbulenzen während dem Fliegen gibt es keine Atheisten!


Veröffentlicht in Old druidic wisdom

Haiku

Toward to sun with happiness.
Lay all your burdens down with smile.
Forget the winters coldly bless.


Veröffentlicht in Haiku, Japan

Haiku

Amazing the morning golden shine.
The stars are glowing bright and fine.
Just for natures sacred shrine.


Veröffentlicht in Haiku, Japan